Während draußen noch Hochsommer herrschte, liefen bei Netwake bereits die Vorbereitungen für den kommenden Winter. Inzwischen sind mehrere Landkreise mit unseren autarken Temperatursensoren (ATS) und den zugehörigen Gateways ausgestattet.

Teilweise erfolgte der Einbau bei hochsommerlichen Bedingungen und Straßentemperaturen von rund 60 °C – mit dem klaren Ziel, rechtzeitig vor der kalten Jahreszeit verlässliche Temperaturdaten direkt aus der Fahrbahn verfügbar zu machen.

Temperaturmessung direkt im Asphalt

Der ATS – Autarke Temperatursensor wird direkt in den Straßenasphalt eingesetzt. Er misst die Temperatur an zwei Punkten: nahe der Fahrbahnoberfläche in etwa 7 mm Tiefe sowie am unteren Ende des Sensors in etwa 38 mm Tiefe.

Damit stehen nicht nur aktuelle Temperaturwerte zur Verfügung. Die Messung in zwei Tiefen ermöglicht zusätzlich, Temperaturentwicklungen besser einzuschätzen und unterstützt damit die Planung von Räum- und Streueinsätzen.

In rund 15 Minuten installiert

Für den Einbau wird die Straße kurzzeitig abgesichert. Die eigentliche Installation eines Sensors dauert etwa 15 Minuten. Nach weiteren rund 15 Minuten kann die Fahrbahn bereits wieder freigegeben werden.

Der ATS arbeitet anschließend kabellos, energieautark und wartungsfrei. Eine Stromversorgung oder Verkabelung im Straßenraum ist nicht erforderlich.

Vom Sensor direkt ins Netwake-System

Ein in Straßennähe installiertes Gateway empfängt die Messwerte der Sensoren und überträgt sie an den Server. Von dort stehen die Daten unter anderem im NetwakeVision-Webportal und auf mobilen Endgeräten zur Verfügung.

Ein Gateway kann dabei die Daten mehrerer Sensoren empfangen. Dadurch lassen sich an unterschiedlichen Messpunkten Temperaturinformationen erfassen und zu einem umfassenderen Bild des Straßenzustands zusammenführen.

Neben der aktuellen Temperaturdarstellung können Temperaturverläufe ausgewertet und die Daten auch in bestehende Systeme oder GIS-Anwendungen integriert werden.

Bessere Entscheidungsgrundlagen für den Winterdienst

Die kontinuierlich erfassten Temperaturwerte liefern Winterdienstverantwortlichen eine zusätzliche Datengrundlage für ihre Einsatzplanung. Kritische Temperaturentwicklungen können früher erkannt und Räum- oder Streumaßnahmen gezielter koordiniert werden.

So können Personal, Fahrzeuge und Streumittel bedarfsgerechter eingesetzt werden – insbesondere dort, wo unterschiedliche Straßenabschnitte auch unterschiedliche Bedingungen aufweisen.

Ein weiterer Vorteil: ATS und Gateway werden in Europa gefertigt und sind auf einen langfristigen, wartungsarmen Einsatz im kommunalen Straßenbetrieb ausgelegt.

ATS live erleben

Wer sich den ATS und unsere Lösungen für den digitalen Winterdienst genauer ansehen möchte, trifft uns vom 14. bis 16. Oktober 2026 beim Deutschen Straßen- und Verkehrskongress in Wiesbaden.

Sie finden uns an Stand 11.

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